Allgemeine Sprechstunde und Krisendienste

Erwachsene und Paare

Allgemeine Sprechstunde

In unserem Zentrum für Psychotherapie (ZPT) bieten wir eine offene Sprechstunde an: Hier können sich Betroffene unverbindlich über psychische Störungen und deren Behandlung informieren. Sie erhalten damit ohne lange Wartezeit eine erste Einschätzung darüber, ob sie an einer psychischen Störung leiden oder nicht. Zudem erfahren sie, wie eine ambulante Psychotherapie aussehen könnte. Darüber hinaus geht es auch um Behandlungsalternativen und Unterstützungsmöglichkeiten.

Falls Sie einen Termin vereinbaren möchten, können Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen.

Standort Bochum:
Montag bis Donnerstag von 9.30 bis 13 Uhr
unter Tel. +49 234 32 27788

Standort Hattingen:
Dienstag bis Freitag von 12:00 bis 13:00 Uhr
unter Tel. +49 2324 3896 777

Darüber hinaus können Sie uns jederzeit eine Nachricht auf unserem Anrufbeantworter hinterlassen, der außerhalb der Sprechzeiten geschaltet ist. Wir rufen Sie dann gerne zurück. Hinterlassen Sie daher für uns Ihren Namen, Ihre Telefonnummer und einen Zeitraum, wann wir Sie am besten erreichen können. Während eines ersten Telefonats nehmen wir dann Ihre Kontaktdaten auf und informieren Sie über mögliche Wartezeiten auf einen Therapieplatz bei uns.

Erreichbar sind wir auch per E-Mail:

Standort Bochum: zpt-ambulanz@rub.de
Standort Hattingen: zpt-hattingen@rub.de

Hinweis: Falls Sie uns eine Mail schicken, sollten Sie beachten, dass diese nicht verschlüsselt gesendet wird. Unverschlüsselte E-Mails ähneln Postkarten der Briefpost. Auch Unbefugte könnten sie lesen. Sofern Sie mit einer Antwort per E-Mail einverstanden sind, benötigen wir Ihre ausdrückliche formlose Erklärung. Ansonsten muss aus rechtlichen Gründen eine Antwort auf Ihre Fragen auf dem üblichen Weg (z.B. durch Telefonanruf oder Briefpost) erfolgen. Bitte geben Sie dafür in Ihrer E-Mail Ihre vollständige Anschrift und eine Telefonnummer an, unter der wir Sie erreichen können. Vielen Dank.

Krisendienst

Menschen geraten in Krisen, wenn ihnen Ereignisse und Erlebensweisen widerfahren, die ihre bisherige Lebensführung massiv in Frage stellen oder gar unmöglich machen. Obwohl psychische Störungen sehr gut behandelbar sind, können Betroffene durch das erstmalige Auftreten von psychischen Symptomen in Krisenzustände geraten. Dazu gehören Angstzustände, depressive Einbrüche, Antriebslosigkeit, Schlafprobleme, Halluzinationen (Sinnestäuschungen) oder Selbstverletzungen. Gleiches gilt für das erneute Auftreten überwunden geglaubter Symptome. Sowohl für Betroffene als auch für Angehörige ist es hilfreich, solche Symptome zügig abklären zu lassen, Behandlungsoptionen zu prüfen und eine erste Stabilisierung zu erzielen. In diesem Sinne bietet der Krisendienst unseres Zentrums für Psychotherapie schnell verfügbare erste Unterstützung an.

Das Angebot richtet sich an volljährige Personen,

  • die im Zusammenhang mit einer psychischen Störung bzw. mit Symptomen einer solchen Störung in eine Krisensituation geraten sind,
  • die eine entsprechende Zuspitzung bei Freunden oder Angehörigen wahrnehmen und sich über Unterstützungsmöglichkeiten informieren möchten,
  • die einen Suizidversuch unternommen haben (und an einer Aufarbeitung der suizidalen Krise und der Vorbeugung weiterer Suizidversuche interessiert sind),
  • die eine nahe stehende Person oder Angehörige verloren haben oder den Suizid einer nahe stehenden Person befürchten.

Das Angebot richtet sich nicht an Menschen, die den Eindruck haben, kurz vor einem Suizidversuch bzw. Suizid zu stehen. In einem solchen Fall reicht die Hilfe, die wir bieten können, leider nicht aus – gerade weil wir nicht durchgehend zu erreichen sind! Wenden Sie sich in einem solchen Fall bitte umgehend an den Notdienst (112) oder an eine notfallaufnehmende psychiatrische Klinik. In Bochum sind dies entweder das LWL-Universitätsklinikum, Alexandrinenstraße 1, 44791 Bochum-Zentrum, Tel. +49 234 50770, oder das Martin-Luther-Krankenhaus, Voedestraße 79, 44866 Bochum-Wattenscheid, Tel. +49 2327 650.

Sie erreichen uns

  • montags in der Zeit von 11 bis 13 Uhr und
  • mittwochs in der Zeit von 13 bis 15 Uhr

unter Tel. +49 234 322 3149.

Während unserer Telefonzeiten können Sie individuelle Gesprächstermine vereinbaren. Insgesamt können wir bis zu fünf Einzelsitzungen anbieten, die – nach Absprache – ein- oder mehrmals pro Woche stattfinden. Die Gespräche dauern in der Regel 50 Minuten und werden von Psychologinnen geleitet.

Alternative Angebote für den Umgang mit Krisen

Alternativ zu unserem Angebot bieten die folgenden Stellen Hilfen und Informationen im Umgang mit Krisen und suizidalem Erleben und Verhalten an:

  • Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de, Tel. 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222): Hier können Sie rund um die Uhr mit Menschen reden, die im Umgang mit Krisen geschult und geübt sind. Das Angebot ist kostenfrei.
  • Eine umfassende Liste überregionaler und regionaler Beratungsstellen und Hilfen bei Suizidgefahr findet sich auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (www.suizidprophylaxe.de).
  • Speziell an Hinterbliebene von Suiziden richten sich die Hilfen von AGUS e.V. (Angehörige um Suizid, www.agus-selbsthilfe.de, Tel. +49 921 150 03 80). Neben telefonischer Beratung, Infobroschüren und Downloadmaterialien bietet AGUS deutschlandweit Selbsthilfegruppen für Suizidhinterbliebene an.