»Familie ist ein entscheidender Faktor für die Entwicklung psychischer Gesundheit.«

Prof. Dr. Silvia Schneider

, Besuch aus Norwegen

Neues aus dem FBZ

Erfahrungsaustausch über Projekte für geflüchtete Eltern

Wie lässt sich die psychische Gesundheit von geflüchteten Eltern und ihren Kindern langfristig verbessern? Diese Frage haben deutsche und norwegische Wissenschaftler bei einem Erfahrungsaustausch im FBZ erörtert.

„PIRM meets IMPROVE-MH“ – unter diesem Titel eröffnete sich ein fruchtbarer Austausch über zwei Forschungsprojekte mit ähnlichen Zielen und Zielgruppen. Die Gäste der Universität Tromsø stellten zunächst das norwegische PIRM-Projekt vor. Hier können geflüchtete Eltern in mehreren Städten an pädagogischen Gruppentrainings in acht Sprachen teilnehmen. „In einem dünn besiedelten Land wie Norwegen brauchen wir diese große Bandbreite, um genügend teilnehmende Familien zu finden“, erklärte Studienleiter Simon-Peter Neumer.

Im Gegensatz dazu wendet sich das deutsche Projekt Improve Mental Health (Improve-MH), an dem das FBZ federführend beteiligt ist, speziell an Eltern aus dem arabischsprachigen Raum. Die deutschen Wissenschaftler erklärten den Gästen wesentliche Grundzüge ihrer Arbeit: einer Kombination aus Psychotherapie, Erziehungstraining und begleitender psychologischer Beratung. Anschließend diskutierte die Gruppe gemeinsam über die Vorteile, aber auch Herausforderungen der beiden Projekte.

„Es hat sich gezeigt, dass wir alle dasselbe Ziel verfolgen, trotz unterschiedlicher nationaler Rahmenbedingungen“, erklärte Simon-Peter Neumer. „Am Ende geht es immer darum, den Familien bestmöglich zu helfen.“

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