»Familie ist ein entscheidender Faktor für die Entwicklung psychischer Gesundheit.«

Prof. Dr. Silvia Schneider

, Professur

Professur

Marcella Woud ist Juniorprofessorin für „Clinical Psychology and Experimental Psychopathology“

Kognitive Modelle der emotionalen Psychopathologie nuancieren und damit zu einer Verbesserung aktueller Psychotherapien beitragen: Das ist das Ziel von Marcella Wouds Arbeit, die im Juni zur Juniorprofessorin für „Clinical Psychology and Experimental Psychopathology“ ernannt wurde.  
„Ich möchte mit meiner Forschung ein besseres Verständnis für die Rolle von kognitiven Verzerrungen entwickeln, die bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von der emotionalen Psychopathologie involviert sind, also beispielsweise bei Angststörungen und Depressionen“, erklärt die Wissenschaftlerin. Dabei untersucht sie auch die neuronalen, physiologischen und behavioralen Mechanismen, die diesen kognitiven Verzerrungen unterliegen. Neben experimenteller Laborforschung führt Marcella Woud auch klinisch angewandte Studien durch – immer im Bemühen, die Translation der Grundlagenforschung in die klinische Praxis zu verbessern.  
Für ihre herausragenden Forschungsleistungen wurde die Bochumerin bereits mehrfach und international ausgezeichnet und 2020 unter anderem in das Emmy-Noether-Nachwuchsprogramm der DFG aufgenommen. Dort widmet sie sich einem ihrer Forschungs-Schwerpunkte: angst-relevanten, kognitiven Verzerrungen im Bereich der Interpretationen, Bewertungen und Assoziationen.
„In meinem Emmy-Noether Projekt werde ich zum Beispiel Studien ausführen, in denen ich Interpretationsverzerrungen im Bereich der sozialen Angst mit verbesserten Methoden messe. Gleichzeitig möchte ich dabei auch die neuronalen Korrelate dieser Verzerrungen erfassen“, erzählt Marcella Woud. „Des Weiteren plane ich experimentelle sowie klinische Studien, bei denen ich Interpretationsverzerrungen modifiziere. So möchte ich ein besseres Verständnis bekommen, inwieweit Interpretationsverzerrungen kausal zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Angstsymptomen beitragen.“
Im Rahmen des Forschungsverbunds SFB 1280 Extinktionslernen untersucht die Juniorprofessorin zudem Faktoren, die die Wirksamkeit von Expositionstherapien beeinflussen. Konkret geht es um die Frage, ob Patienten von einem Vorab-Training profitieren, das ihre angstrelevanten Erwartungen reduziert.

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