»Überzeugungen und gute Absichten reichen nicht, gute Forschung bringt uns weiter.«

Prof. Dr. Silvia Schneider

, Suizid/Videospiele

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Wie gewalttätige Spiele die Schmerztoleranz beeinflussen

Nach der Interpersonalen Theorie suizidalen Verhaltens nach Joiner führt die wiederholte Beteiligung an suizidalem Verhalten oder sogenannten schmerzhaften und provozierenden Ereignissen zu einer erworbenen Fähigkeit zum Suizid, die zwei Facetten umfasst: erhöhte Schmerztoleranz und Furchtlosigkeit vor dem Tod (fearlessness about death, FAD). Neuere Forschungen haben gezeigt, dass einzelne Kämpfe in gewalttätigen Videospielen (violent-video-gaming, VVG) die Schmerztoleranz erhöhen. In einer querschnittlichen Fall-Kontroll-Studie verglichen die Autoren Schmerzempfindlichkeit und -toleranz während eines fünfminütigen Cold-Pressor-Tests. Außerdem wurde die FAD bei jungen Männern, die hochfrequent VVGs spielen, mit der von Nicht-Spielern verglichen.

Förtsch, E. M. A. D., Baumgart, P., Teismann, T., Ruscheweyh, R., & Hasenbrink, M. I. (2021). No game, more pain – Examining possible long term effects and underlying mechanisms of habitual violent gaming on the acquired capability for suicide. Psychiatry Research, 295, 113512.
https://doi.org/10.1016/j.psychres.2020.113512

Psychiatry Research

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